Foto: Kringwinkel

Die flämische (belgische) Re-Use-Dachmarke „De Kringwinkel“ schaffte es, bis Ende 2015 pro EinwohnerIn 5 kg Re-Use-Ware zu verkaufen. Der Marke gehören in Flandern 30 Re-Use-Zentren und 120 Re-Use-Shops an, in denen Secondhand-Ware verkauft wird. An diesen Standorten wird die Ware gesammelt, sortiert, instandgesetzt und anschließend verkauft.

Die Umsätze steigen kontinuierlich, was auf die professionelle Organisation und Aufbereitung zurückzuführen ist. Komosie, die flämische Dachorganisation der sozialwirtschaftlichen Trägerorganisationen von „De Kringwinkel“ koordiniert den flächendeckenden gemeinsamen Markenauftritt der Mitglieder seit über 20 Jahren erfolgreich. Der Umgang mit Re-Use in Flandern ist ein Vorbild für ganz Europa und sogar weltweit, auch die derzeit entstehenden regionalen Re-Use-Netzwerke in Österreich sind von Flandern inspiriert – insbesondere das ReVital-Netzwerk in Oberösterreich. Gemeinsam mit RepaNet und anderen europäischen Re-Use-Dachorganisationen gestaltet Komosie auch die Abfallpolitik in Brüssel hinsichtlich Re-Use maßgeblich mit.

Bis 2022 hat sich Komosie gemeinsam mit der flämischen Abfallbehörde „OVAM“ das Ziel gesetzt, pro EinwohnerIn 7 kg Re-Use-Ware zu verkaufen. Die Mitglieder von Komosie schaffen tausende Jobs für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt und leisten damit einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft und die regionale Wirtschaft.

In Österreich sind derzeit trotz zahlreicher bestehender Sammelaktivitäten nur für Elektroaltgeräte österreichweite Re-Use-Mengen bekannt: 2015 wurden laut EAG-Koordinierungsstelle ca. 1.765 t EAG dem Re-Use zugeführt, das entspricht ca. 0,2 kg pro Einwohner.

Quelle: OVAM, EAK

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