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Es war eine der zentralen Forderungen des französischen RREUSE-Mitglieds Emmaüs: die Prinzipien gegen die Lebensmittelverschwendung auch auf Textilien auszuweiten. Modefirmen dürfen unverkaufte Kleider nicht mehr wegwerfen oder vernichten, sondern müssen sie an Organisationen abgeben, so steht es im Kreislaufwirtschaftspapier der französischen Regierung. (Quelle: Novethic.fr)

Schon seit Februar 2016 sind die französischen Lebensmittelhändler ab einer Verkaufsfläche von 400 m2 verpflichtet, mit karitativen Einrichtungen zusammenzuarbeiten, um unverkaufte Lebensmittel an sie abzugeben. Für die Textilregelung gibt es noch keinen präzisen Wortlaut, nur eine Richtungsentscheidung, aber die Richtung stimmt für Emmaüs.

Genaue Zahlen dazu, wie viele Tonnen an unverkauften Kleidungsstücken jedes Jahr in Frankreich von den Markenhäusern wie H&M vernichtet werden, gibt es nicht. Aber die Skandale haben sich in den letzten Jahren gehäuft. Von Seiten von Emmaüs heißt es, das neue Gesetz wird den großen Marken Gelegenheit geben, nach außen zu zeigen, dass sie ihre soziale Verantwortung wahrnehmen.

Ab 2025 müssen in der EU übrigens Textilien getrennt gesammelt werden. Aktuell werden in Österreich übrigens geschätzte 71.000 Tonnen an Kleidung über den Restmüll entsorgt, dabei hat das Re-Use von gebrauchter Kleidung und die Vorbereitung zum Re-Use durch soziale Unternehmen noch großes Potential (RepaNet hat berichtet).

Emmaüs Frankreich ist ebenso wie RepaNet Mitglied der europäischen Dachorganisation RREUSE.

Weitere Informationen …

Artikel auf Novethic.fr (Französisch)

RepaNews: Erfolg für RepaNet und Re-Use: EU-Kreislaufwirtschaftspaket ist fix, Re-Use wird gestärkt

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