Im Schuljahr 2016/17 entwickelten wir, die Naturwissenschafts-Lehrerinnen der HAK Innsbruck, ein neues „Seminar“ für den 3. Jahrgang HAK. Wir nannten es „Nachhaltig Wirtschaften und Umwelt“. Im ersten Jahr ging es in diesem Fach hauptsächlich um Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz (Gesundheit am Arbeitsplatz), um Nachhaltigkeit bei Energiefragen, Ressourcen und Abfallwirtschaft oder um den ökologischen Fußabdruck.

Nach dem letzten Repair Café an unserer Schule ist uns aufgefallen, dass Schüler/innen Nachhaltigkeit am besten genau dort erleben können. Direktor Kreinig unterstützt diesen Gedanken und motivierte uns, ein möglichst ganzheitliches Programm für Nachhaltigkeit zu entwerfen: Wir stimmen uns mit Unterrichtseinheiten über geplante Obsoleszenz oder über die Begleitumstände des ökologischen Fußabdrucks ein. Nun planen wir gemeinsam unser viertes Repair Café, welches ab heuer in den Unterricht implementiert ist: Den Schüler/innen soll nicht nur die wirtschaftliche, sondern auch die soziale Bedeutung des „Selbstreparierens“ bewusst werden. Ein Repair Café bietet Raum für Gespräche zwischen Generationen und zwischen verschiedenen sozialen Gruppen.

Eine Exkursion ins technische Museum München mit den Ausstellungen „Energiewende“ und „Umwelttechnologien“ sowie ein Besuch an die Stätten des Abfalls sollen das Programm abrunden.

Das Seminar „Nachhaltig Wirtschaften und Umwelt“ wird in den nächsten Jahren weiterentwickelt. Wir möchten uns noch mehr mit dem Thema Abfallwirtschaft beschäftigen und Abfallkonzepte für die Schule gestalten. Ziel ist es außerdem, Schüler/innen zu motivieren, Diplomarbeiten im Bereich Abfallwirtschaft, Möglichkeiten zur Ressourchenschonung und dgl. zu schreiben.

Gastbeitrag von Ingeborg Brandl

© Ingeborg Brandl

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