Foto: binee

Das Leipziger Start-up „binee“ versucht, mit einer innovativen Idee die Problematik der zu geringen Sammelmengen von Elektrokleingeräten zu lösen. Mit der „binee-Box“ wird es BürgerInnen leicht gemacht, die alten Geräte abzugeben und dafür außerdem noch einen Gutschein zu bekommen. Nun sucht das Start-up nach KooperationspartnerInnen. (Quelle: enorm-magazin)

Das System ist simpel und zugleich genial: Die binee-Box wird bei einem Kooperationspartner (z.B. Drogeriemarkt, Kleidungsgeschäft, …) aufgestellt. Dort kann man die Geräte einwerfen und bekommt pro Gerät, unabhängig von der Größe, einen Gutschein. „Wir wollen, dass die Nutzerinnen alles abgeben, was sie zuhause sinnlos herumliegen haben. Deswegen ist das Dankeschön bei jedem Gerät gleich – unabhängig von der Größe“, sagt binee-Gründer Martin Jaehnert.

Sobald die Box voll ist, wird sie zu einem der beiden kooperierenden Recyclingunternehmen gebracht, wo die Ware bearbeitet wird.

Um Transparenz für die spendenden Personen zu schaffen, kann man bei der Abgabe angeben, ob man über den Verlauf des Gerätes per E-Mail informiert werden möchte. Durch dieses moderne Trackingsystem kann in Erfahrung gebracht werden, wann die Sammelbox ausgeleert wurde, wann sie beim Recyclingunternehmen angekommen ist, verwertet wurde und dann wieder neue Rohstoffe daraus gewonnen wurden. So werden Interessierte über den Prozess informiert und haben die Sicherheit, dass die Rohstoffe nicht irgendwo illegal ins Ausland verbracht werden.

Hochinteressant: Bei den Testläufen von binee kam heraus, dass immerhin 40% der abgegeben Waren noch voll funktionstüchtig sind! Daher arbeitet das Unternehmen an einer Weiterentwicklung der binee-Box, um die noch brauchbaren Geräte unbeschädigt zu sammeln und diese dem Re-Use zuzuführen, was ja bekanntlich in der Abfall-Hierarchie noch vor dem Recycling steht.

Nun sucht binee nach passenden Kooperationspartnern, wo die Box aufgestellt werden kann. Dadurch entsteht eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten: BürgerInnen können ihre Geräte ohne große Umstände abgeben und bekommen dafür außerdem einen Gutschein, den sie beim kooperierenden Geschäft einlösen. So wird die Umwelt nachhaltig geschützt und die heimische Wirtschaft maßgeblich gestärkt. „Mit unserem System wollen wir Menschen, die ihre Geräte zum Recycling geben, belohnen“, so Jaehnert.

Grundsätzlich ist aus Sicht von RepaNet dieses System auch für Österreich interessant, denn derzeit ist klar, dass ohne Intensivierung gerade der Kleingerätesammlung, die ab 2019 gesetzlich gültigen ambitionierten Sammelquoten nicht erfüllbar sein werden. Nur Sammelsysteme mit Anreizfunktion können die stagnierenden Sammelmengen erhöhen und gerade der Handel spielt hierbei eine Schlüsselrolle. Vor allem die geplante Weiterentwicklung in Richtung Aussortierung von re-use-fähigen Geräten ist beim binee-System besonders zu begrüßen.

Zur Homepage von binee geht’s hier…

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