Wie Gemeinden, Einkaufsmärkte und andere Sammelstellen mit einem ausgeklügelten Logistiksystem von aufeinander abgestimmten Containern re-use-fahige Elektrogeräte schonend, platzsparend und mit geringem Manipulationsaufwand sammeln, lagern und weitergeben können, dafür wurde im Projekt OREG eine innovative Logistiklösung entwickelt. Die Prototypen der Behälter und das dazugehörige Handbuch für das Sammelpersonal werden am 29. Mai ab 12:00 h im Altstoffsammelzentrum Kemmelbach (NÖ, Bez. Melk) präsentiert.

Insbesondere noch gebrauchstaugliche Elektroaltgeräte können mit dem neuen System schonend und werterhaltend gesammelt, zwischengelagert und transportiert werden. Das Prinzip ist, bei der Annahme das Gerät nur einmal anzugreifen: Wenn nach Abgabe durch den Überbringer die Sichtprüfung eine potentielle Re-Use-Würdigkeit ergibt, wird das Gerät in der speziell konstruierten Sammelbox abgestellt. Diese fasst mehrere Geräte, die rutsch- und rüttelsicher verstaut werden und hat ihrerseits wiederum Platz mit weiteren Boxen in einem speziellen Abrollcontainer. Alles was die Sammelstelle braucht ist Platz, es sind keinerlei bauliche Investitionen nötig.

Das System eignet sich sowohl für permanente Re-Use-Sammlung (z.B. in größeren ASZs oder Bauhöfen) als auch für sporadische Sammlungen (die EAG-Verordnung schreibt Gemeinden eine mindestens zweimal jährliche Sammlung von Re-Use-EAG vor). Die Sammlung kann auch jederzeit ausserhalb von Altstoffsammelzentren durchgeführt werden, Voraussetzung ist die Durchführung durch ein Fachunternehmen (z.B. abfallrechtlich genehmigter Re-Use-Betrieb, öffentliches oder privates Entsorgungsunternehmen) und die Einhaltung der entsprechenden Melde- und Dokumentationspflichten und sonstigen gesetzlichen Auflagen.

Projektpartner waren der RepaNet-Mitgliedsbetrieb R.U.S.Z, weiters Fa. Waizinger, Technisches Büro Hauer, ERA, KERP und Stadtgemeinde Stockerau, unterstützt wurde das Projekt vom GVU Melk, dem Ministerium für ein lebenswertes Österreich, und im Rahmen des COIN Programmes durch BMVIT und BMWFW.

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