© Stadt Salzburg/Matthias Gruber

Auch wenn die Initiativen sich unterscheiden und regional unterschiedliche Bedingungen vorfinden, gibt es doch gemeinsame Anliegen. Beim dritten Treffen der österreichischen Reparaturinitiativen am 13. April in Salzburg standen vor allem die rechtlichen Aspekte im Vordergrund.

Beim ersten Treffen im August 2017 ging es um die erstmalige bundesweite Vernetzung der österreichischen Reparaturinitiativen, beim zweiten Treffen im Oktober um die Ideenfindung und Weiterentwicklung. Beim dritten Treffen ging es nun ans Eingemachte: Rechtliches, Haftung, Hausordnung für Reparaturinitiativen und insbesondere Repair-Cafés standen auf der Tagesordnung im Stadtwerk-Hochhaus in Salzburg. Ein Fazit aus dem Vortrag von Rechtsanwalt Dr. Herbert Margreiter war, dass man sich beim Betreiben einer Reparaturinitiative auf jeden Fall mit Haftungsfragen auseinandersetzen muss, aber es keinen Grund dafür gibt, aus Angst vor diesen Fragen aufzugeben.

Wie immer wurden auch erfolgreiche oder geplante Projekte in Österreich und darüber hinaus vorgestellt.

Markus Piringer von der Umweltberatung stellte das Projekt “Repair & Do-It-Yourself Urbanism” vor, das von der Umweltberatung gemeinsam mit einigen Partnern durchgeführt wird. Das Ziel ist, über den Tellerrand zu schauen und Erfolgsrezepte zu finden, wie Reparatur und Selbermachen in anderen Ländern gefördert wird. Daraus sollen Konzepte für Wien entwickelt werden.

Organisiert wurde das Treffen vom städtischen Bewohnerservice als Betreiber des Salzburger Repair Cafés und von RepaNet im Auftrag des österreichischen Netzwerks der Reparaturinitiativen. Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer hob in ihrer Begrüßung die Wichtigkeit von Selbsthilfe- und Reparaturinitiativen für zukunftsfähige Städte und Gemeinden und für die künftige Kreislaufwirtschaft hervor. Die Koordinierung des Netzwerks durch RepaNet wird vom BMNT unterstützt. Das nächste Treffen des Netzwerks der österreichischen Reparaturinitiativen findet am 5. Oktober 2018 statt.

Ein erklärtes Ziel des Netzwerks ehrenamtlicher Reparaturinitiativen ist es, Personen dabei zu helfen, ihre eigene Reparaturinitiative, etwa ein Repair-Café zu gründen und dafür Best Practice Beispiele zur Orientierung zur Verfügung zu stellen. Die regelmäßigen Netzwerktreffen dienen außerdem den bestehenden Initiativen zum Erfahrungsaustausch und zur gegenseitigen Unterstützung.

Falls Sie eine Reparaturinitiative betreiben oder gründen möchten und in den Reparaturinitiativen-Verteiler von RepaNet aufgenommen werden wollen, schreiben Sie uns bitte eine Email an office(a)repanet.at.

 

Weitere Informationen …

Infos zu österreichischen Reparaturinitiativen

Jetzt auch in Österreich: Reparatur-Initiativen bilden bundesweites Netzwerk

Vernetzung und Weiterentwicklung: Österreichische Reparaturinitiativen auf Ideensammlung

Bericht der Stadt Salzburg: Reparaturprofis aus ganz Österreich tagten in Salzburg

Projekt „Repair & Do-It-Yourself Urbanism“

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