Die kommunale Abfallwirtschaft nimmt verstärkt ihre Zuständigkeit für die Textilsammlung wahr, ist dabei aber mit der Frage konfrontiert, welche Partnerschaften dabei bevorzugt eingegangen werden sollen, und welche weniger. Die über RepaNet vernetzten sozialwirtschaftlichen Textilsammler haben dazu nun eine Orientierungshilfe erarbeitet. Damit soll insbesondere Kommunen ein brauchbares Werkzeug bei der künftigen Entwicklung der Textilsammlung im eigenen Bereich an die Hand gegeben werden.

Immer wieder stellen Medienberichte die Sinnhaftigkeit der Alttextilsammlung in Frage, und immer kommen seriöse, sozialwirtschaftliche Sammelorganisationen dadurch in Argumentationsnotstand. Nahezu alle großen sozialwirtschaftlichen Textilsammler Österreichs sind über RepaNet organisiert und haben nunmehr eine Orientierungshilfe zur nachhaltigen Textilsammlung für betroffene Stakeholder erarbeitet. Aktuelle Judikatur hat mittlerweile festgestellt, dass Alttextilsammlung in Containern – egal ob auf öffentlichem oder privatem Grund – eine Abfall- bzw. Altstoffsammlung aus privaten Haushalten darstellt und daher in den meisten Bundesländern unter kommunale Zuständigkeit fällt.

Die sozialwirtschaftlichen Textilsammler bieten den zuständigen Gebietskörperschaften Partnerschaften mit dem höchsten nachhaltigen Nutzen für die Region an, denn im Gegensatz zu anderen Sammlern erreichen sie durch Verkauf eines Teiles der Sammelware in eigenen Shops die höchste und zugleich konjunkturunabhängigste Wertschöpfung für die Region. Durch die Beschäftigung von Personen mit Benachteiligungen am Arbeitsmarkt sowie teilweise durch kostenlose Weitergabe an besonders von Armut betroffene Menschen schaffen sie zusätzlichen sozialen Nutzen.

Die Orientierungshilfe gibt’s hier zum Download.

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