Großes Re-Use-Potential vor geplantem Abbruch: Bauteile im ehemaligen Kuriergebäude in Wien, Foto: Baukarussell/Thomas Romm

Die Novelle zur Recycling-Baustoffverordnung (BGBl. II Nr. 290/2016) wurde am 27. Oktober 2016 kundgemacht und tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft. Die seit Jahresbeginn geltende aber noch kaum umgesetzte Verpflichtung für Bauherren in §5 der Verordnung, re-use-fähige Bauteile vor dem Abbruch an mögliche InteressentInnen zu übergeben, bleibt nach wie vor aufrecht – ein Erfolg für RepaNet.

Nun geht RepaNet mit 5 weiteren ProjektpartnerInnen daran, Pilotprojekte vorzubereiten, um die für ein erfolgreiches Bauteil-Re-Use nötigen Prozesse Marktreife zu entwickeln. Folgende Herausforderungen müssen gelöst werden: Zusammenführung von verfügbaren gebrauchten Bauteilen aus Gebäuderückbau mit der Nachfrage, also mit Bauvorhaben wo diese eingesetzt werden, idealerweise ohne Zwischenlagerung (B2B: „From Building to Building“), qualitätsgesicherte Ausbau-, Aufbereitungs- und Wiedereinbauprozesse, Rechts- und Haftungsfragen, Wirtschaftlichkeit, und vieles mehr. Dazu wurde das Wiener Projektkonsortium „Baukarussell“ gegründet, das große institutionelle Bauherren, wie z.B. gemeinnützige Wohnbauträger, künftig dabei unterstützen will, Gebäuderückbau und Neubau mit Re-Use derart zu kombinieren, dass der Gesamtprozess gegenüber konventionellem Abbruch und Neubau mit Neu-Teilen für alle Beteiligten vorteilhafter gestaltet werden kann.

Die ProjektpartnerInnen im Baurarussell sind: Pulswerk GmbH, DI Thomas Romm ZT, RepaNet, DRZ-Wien, Caritas Wien, WUK. Die Vorbereitung von Pilotprojekten wird gefördert von der Stadt Wien und der Abfallvermeidungs-Förderung der VKS. Das Projektkonsortium hat im Herbst seine Projektarbeit begonnen, RepaNet wird weiter aktuell berichten.

 

Zum Volltext der neuen Recycling-Baustoffverordnung geht’s hier…

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