Global socioeconomic material stocks rise 23-fold over the 20th century and require half of annual resource use

Erscheinungsjahr

2016

Organisation / AutorInnen

Fridolin Krausmanna, Dominik Wiedenhofera, Christian Lauka, Willi Haasa, Hiroki Tanikawab, Tomer Fishmanb, Alessio Miattob, Heinz Schandld, Helmut Haberla

Kurzbeschreibung

Eine Studie zur Abschätzung des gesamten weltweiten Materialverbrauchs in Gebäuden und Infrastrukturen wurde vom Institut für Soziale Ökologie der Uni Klagenfurt im Fachjournal „PNAS“ veröffentlicht. Darin wird zum ersten Mal die Menge der eingesetzten Rohstoffe geschätzt – das Ergebnis zeugt eher von einer Anhäufungs- als von einer Wegwerfgesellschaft.

Es wird geschätzt, dass in den nächsten 20 Jahren 270 Milliarden Tonnen Abbruchmaterial anfallen könnten – so viel wie in den gesamten 100 Jahren davor. Dieser Blick nach vorne zeigt ganz klar: Re-Use und Recycling im Baubereich sind extrem zukunftsträchtig und keinesfalls eine Ideologie der Abfallvermeidung, sondern Konzepte, die sich aufgrund der steigenden Ressourcenknappheit und die damit verbundenen Kosten in den nächsten Jahren stark etablieren werden.

Um Ressourcen nachhaltig zu nutzen, müssten Wirtschafts- und Infrastrukturwachstum entkoppelt werden, wie es auch von den Vereinten Nationen gefordert wird, schreiben die WissenschafterInnen in der Studie. Dies könnte durch intensivere Nutzung bestehender Infrastrukturen und Gebäude, längere Nutzungszeiten und eben die bestmögliche Schließung von Stoffkreisläufen durch Re-Use und Recycling erreicht werden.

Keywords:

Material, Gebäude, Bau, PNAS, Klagenfurt, Rohstoff, Abbruchmaterial

Link / Bezugsquelle
www.pnas.org

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