In Tirol haben fünf Partner (Abfallentsorgungsverband Kufstein, Rotes Kreuz Kufstein, Elektro Recycling Austria, Fa. Waizinger und Fa. DAKA) gemeinsam das Projekt „Relectro“ gestartet. Dabei werden gebrauchte oder reparaturbedürftige Elektrogeräte gesammelt, repariert und verkauft. Die Pilotphase ist zunächst bis Februar 2017 geplant. Damit wird erstmals der Versuch unternommen, dass ein privates Entsorgungsunternehmen Re-Use als Geschäftsmodell entwickelt, wobei mit dem Roten Kreuz sowie Ho&Ruck, einem sozialen Integrationsunternehmen in Tirol, auch mit gemeinnützigen Partnern kooperiert werden soll.

An insgesamt drei Recyclinghöfen des Abfallentsorgungsverbandes Kufstein (Kufstein, Kramsach-Brixlegg und Kundl/Breitenbach) werden Spezialbehälter der Fa. Waizinger für schonenden Transport von gebrauchstauglichen Geräten aufgestellt. Insgesamt leben im Einzugsbereich ca. 45.500 Menschen. Das Entsorgungsunternehmen DAKA, ein mittelständischer Familienbetrieb, der auch eine Kooperationsvereinbarung mit dem RepaNet-Mitgliedsbetrieb Ho&Ruck (Innsbruck) hat, prüft, reinigt und repariert die Geräte. Diese werden in drei Fraktionen aufgeteilt: Elektro klein, Bildschirme und Elektro groß. Menschen mit Behinderung werden dabei mit eingebunden, die technische Überprüfung übernimmt anschließend ein Mechatroniker. Nach den Vorbereitungen zur Wiederverwendung werden die wieder funktionstüchtigen Geräte im Warenhaus des Roten Kreuzes in Wörgl verkauft.

Erstmals in der bisherigen Geschichte der regionalen Re-Use-Netzwerke in Österreich bringt sich hier in einem Teilbereich ein privates Entsorgungsunternehmen ein, dies zeigt dass die gesetzliche Verpflichtung der kommunalen Sammelstellen, re-use-fähige Elektroaltgeräte zu sammeln, langsam greift. Das Projekt ist zwar zeitlich auf ein Jahr begrenzt, trotzdem gehen die Partner von einer Fortsetzung aus. Im Februar 2017 werden die gesammelten Daten ausgewertet, RepaNet freut sich auf die Ergebnisse!

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