© AWV Hartberg

Dank einer neu gestarteten Kooperation erhalten Gebrauchtwaren im Bezirk Hartberg ein zweites Leben. Der AWV Hartberg und RepaNet-Mitglied pro mente steiermark haben sich dafür zusammengetan und in der Pilotregion Vorau das Projekt „pro re.use“ gestartet. 

Die Zusammenarbeit zwischen Abfallwirtschaftsverbänden und sozialwirtschaftlichen Betrieben ist vielerorts ein Erfolgsrezept und kurbelt die Kreislaufwirtschaft stark an. Denn: Viele brauchbare Gegenstände wie Haushaltsartikel, Kinderspielzeug oder Elektrogeräte werden in Altstoffsammelzentren abgegeben und landen so teilweise im Sperr- oder im Restmüll. Dies gilt es zu verhindern, um Ressourcen zu schonen und Arbeitsplätze zu schaffen.

Um mehr Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen zu schaffen und um in weiterer Folge vermeintliche Abfallstoffe zu reduzieren, startete der Abfallwirtschaftsverband Hartberg im Frühjahr 2021 in Zusammenarbeit mit dem Flohmarkt Hartber – ein Betrieb von pro mente steiermark, dem sozialpsychiatrischen Dienstleistungsunternehmen – eine Initiative im Sinne von „pro re.use“. Brauchbare Gegenstände werden in den für das Projekt ausgewählten Abfallsammelzentren der Region von Mitarbeiter*innen gesammelt und an den Flohmarkt weitergegeben. Sie werden vom pro mente Team wenn nötig gereinigt, repariert und im Verkaufsladen in Hartberg wieder angeboten. Diese Artikel sind von Kund*innen an der „pro re.use“-Kennzeichnung zu erkennen. Dadurch bekommen Menschen die schon länger Arbeit suchen, wieder eine Chance zu arbeiten und zu lernen. Und schön ist auch dass in diesem Verkaufsladen gute Stücke zum kleinen Preis angeboten werden. Durch die Sammlung, die Sortierung und den Verkauf der Waren werden also auch Arbeitsplätze geschaffen bzw. erhalten.

Startschuss für Pilotprojekt in Region Vorau

Angenommen werden Gegenstände aus den Bereichen Sport und Spiel (Musikinstrumente, Sportartikel, Bücher etc.), Hausrat, Elektrogeräte und Möbel. Die Artikel müssen gut erhalten, sauber und wiederverwendbar sein.

Ansprechpartner für das Projekt ist Umwelt- und Abfallberater Gerhard Kerschbaumer vom AWV Hartberg: „Viele Dinge des täglichen Gebrauchs sind zu wertvoll für den Müll. In sechs Altstoffsammelzentren unseres Verbandsgebietes gibt es seit einiger Zeit die Möglichkeit gebrauchte, aber noch gut funktionierende Haushalts- und Gartengeräte, Elektrogeräte, Bücher, Spielsachen, Dekoartikel und vieles mehr kostenlos abzugeben. Immer wieder sind wertvolle Dinge dabei die dann vom sozialökonomischen Integrationsbetrieb pro mente abgeholt werden. pro mente übernimmt diese Gegenstände, möbelt sie bei Bedarf wieder auf und verkauft sie schließlich weiter. Damit wird einerseits die Abfallmenge reduziert und andererseits werden aber auch Arbeitsplätze geschaffen bzw. sichergestellt. Seit dem Projektstart im März haben bereits zahlreiche Kundinnen und Kunden der Altstoffsammelzentren die Möglichkeit genutzt, ihre noch brauchbaren Gegenstände abzugeben. Dieses Projekt ist ein starkes Zeichen für Klimaschutz und die Vermeidung von Abfall.“ Geplant ist es, das Projekt sukzessive auf die weiteren Gemeinden im Verbandsgebiet auszudehnen.

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