Wir heißen heute zwei sozialökonomische Betriebe in unserem Netzwerk willkommen, die wichtige Arbeit im Bereich Re-Use leisten: s’Gwandtl (Lienz) und das Bildungszentrum Salzkammergut (BIS). RepaNet ist damit 32 Mitglieder stark.

Immer mehr Betriebe wählen RepaNet als ihre Interessensvertretung – darüber freuen wir uns sehr. Erst vor kurzem haben wir die Caritas der Diözese St. Pölten im Netzwerk begrüßt – und nun sind wir bereits weitergewachsen, von 30 auf 32 Mitglieder. Mit s’Gwandtl und dem Bildungszentrum Salzkammergut (BIS) kommen zwei etablierte Re-Use-Betriebe hinzu.

BIS „Return“: Reparatur von Elektroaltgeräten und 2 ReVital-Shops

© Bildungszentrum Salzkammergut

Das Bildungszentrum Salzkammergut (BIS) arbeitet als regionale Bildungseinrichtung und soziales Dienstleistungsunternehmen seit 1993 in der Region Salzkammergut.
Das Angebot ist dem Anspruch verpflichtet, die persönliche und soziale Situation von benachteiligten Menschen durch individuelle Förderung, Beschäftigung, Ausbildung, Beratung und Betreuung zu verbessern. Im Projekt „Return“ werden Arbeitskräfte für bis zu sieben Monate in der Sperrmüllentsorgung, Aufbereitung und Reparatur von Elektro-Altgeräten, verschiedenen Umweltdienstleitungen und im Verkauf in den zwei vom BIS betriebenen ReVital-Shops eingesetzt.

s’Gwandtl: Kleidersammlung und Second-Hand-Shop

© Thomas Taurer

Im Lienzer sozialökonomischen Betrieb s’Gwandtl, der vom 1997 gegründeten Verein SOFA (Soziale Osttiroler Frauenprojekte für Arbeitssuchende) betrieben wird, finden Frauen für die Dauer von einem Jahr einen Arbeitsplatz. In den verschiedenen Betriebsbereichen und durch begleitende sozialpädagogische Beratung wird den Mitarbeiterinnen die Möglichkeit der Beschäftigung und Qualifizierung geboten, was die Perspektiven und Chancen am Arbeitsmarkt erhöht. s’Gwandtl bietet aktuell 12 Frauen einen Arbeitsplatz und engagiert sich im Bereich Re-Use durch Kleidersammlung und den Betrieb eines Second-Hand-Shops sowie durch die Kooperation mit einer Änderungsschneiderei.

Gemeinsam Schritt für Schritt in die Zukunft

Sozialökonomische Betriebe haben es nicht leicht – oft hindert sie eine prekäre finanzielle Situation daran, ihren Tätigkeiten in vollem Ausmaß nachzugehen. An dieser Lage will RepaNet etwas ändern. Wir setzen uns an strategisch relevanten Stellen vehement dafür ein, dass sich die Situation unserer Mitglieder verbessert. Ein kürzlich erfolgter Beschluss der LandesumweltreferentInnenkonferenz beinhaltet die Forderung an die Bundesumweltministerin, eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem Sozialministerium einzuleiten, um sozialökonomische Re-Use-Betriebe langfristig finanziell abzusichern. Ein wichtiger Schritt auf unserem gemeinsamen Weg!

Die Fusion von Sozialwirtschaft und Engagement für die Umwelt ist ein zukunftsfähiges Modell, das wesentlich dazu beiträgt, die Kreislaufwirtschaft in die Tat umzusetzen. Und das, ohne dabei auf die Menschen im System zu vergessen – vielmehr, sie in der persönlichen Entwicklung besonders zu fördern.

Wenn Sie mit Ihrem Betrieb bzw. Verein RepaNet-Mitglied werden möchten und mit uns gemeinsam die Rahmenbedingungen für Re-Use- und Repaturbetriebe verbessern wollen, schreiben Sie bitte eine Email an office(a)repanet.at.

Mehr Infos …

Projekt „Return“ des Bildungszentrums Salzkammergut

Website von s’Gwandtl

Übersicht über alle RepaNet-Mitglieder

RepaNews: Caritas der Diözese St. Pölten ist neues RepaNet-Mitglied

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RepaNews: LandesumweltreferentInnenkonferenz beschließt Re-Use- und reparaturfreundliche Forderungen

 

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