© Caritas / Franz Gleiss

Die Vision des Re-Use-Parks, Re-Use in Frankreich und Belgien, neue EU-Vorgaben und Faktoren für Produktlanglebigkeit – in der RepaThek, der derzeit größten deutschsprachigen Plattform von Literatur und Hintergrundinformationen über Re-Use, gibt es einige spannende Neuzugänge. RepaNet stellt sie online zur Verfügung.

Die RepaThek ist die derzeit größte deutschsprachige Plattform von Literatur und Hintergrundinformationen über Re-Use. Vor kurzem haben wir eine bahnbrechende neue Studie vorgestellt, die den Umgang mit Elektro(alt)geräten beleuchtet. Heute geben wir Ihnen eine Übersicht über weitere Neuzugänge in unserer Online-Bibliothek.

Re-Use im städtischen Raum – State of the Art, Broschüre

Die österreichischen Projektpartner ÖKO-Service Beschäftigungsgesellschaft, StadtLABOR (Graz), Saubermacher und AEE Institut für nachhaltige Technologien zeigen in dieser Broschüre die vielfältigen Möglichkeiten auf, die ein Re-Use-Park eröffnet: Hier werden durch die Kombination von entgeltlichen und unentgeltlichen Waren, Dienstleistungen, sozialen und kulturellen Angeboten mit der Schaffung von Integrationsarbeitsplätzen sowie von Möglichkeiten für ehrenamtliches Engagement gleich mehrere Aspekte in einem Gesamtkonzept bedient. Das Ziel ist es, Bewusstseinsarbeit zu betreiben und die BesucherInnen für den Wert von Produkten zu sensibilisieren. Good-Practice-Beispiele gibt es in ganz Europa. In Österreich soll das Konzept in Graz umgesetzt werden. Lesen Sie hier weiter.

Panorama on second-hand products in France – Reuse – Update, Untersuchung von ADEME

Die französische Umwelt- und Energieagentur ADEME teilt in dieser Publikation ihre Erkenntnisse aus einer 2017 durchgeführten umfassenden Erhebung des Re-Use-Marktes. Hierbei wurden ökonomische, ökologische und soziale Aspekte berücksichtigt. Grundsätzlich zeigt sich ein Zuwachs an Re-Use-Mengen seit der letzten Untersuchung 2014. Zudem wird die zentrale Rolle des Sektors „soziale und solidarische Wirtschaft“ deutlich – denn hier werden 63% der Re-Use-Arbeitsplätze geschaffen. Die Untersuchung unterstreicht die Relevanz von Re-Use und die unbedingte Notwendigkeit einer Priorisierung vor Recycling. Hier ist die Politik am Zug. Lesen Sie weiter.

Strategien der österreichischen Recycling- und Abfallwirtschaft, ein Positionspapier des ÖWAV

Der Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaftsverband behandelt in dieser Publikation neue EU-Vorgaben sowie aktuelle und zukünftige Herausforderungen an die österreichische Recycling- und Abfallwirtschaft. Es ist ein klares Bekenntnis zur Kreislaufwirtschaft und zeigt mehrere notwendige Schritte auf, die es dafür in Österreich braucht. Hier einige Beispiele: Im Bausektor solle man Bauherren den Einsatz von Recyclingbaustoffen vorschreiben. Die Vorgaben der erweiterten Herstellerverantwortung sollten konsequent eingehalten werden. Betont wird außerdem die Rolle von öffentlichen Beschaffern als zentrale Player im Bereich von Re-Use und Reparatur. Lesen Sie hier weitere Forderungen des ÖWAV sowie Ergänzungen von RepaNet – etwa hinsichtlich Vermeidung und Vorbereitung zur Wiederverwendung, den dem Recycling vorgelagerten Stufen der Abfallhierarchie.

De Kringwinkel: A symbiosis between jobs for the long term unemployed and waste reduction?, Fallstudie der Universität Antwerpen

Diese Publikation erlaubt uns, einen intensiven Blick nach Flandern (Belgien) zu werfen, wo Re-Use gesellschaftlich breit etabliert ist. Die erfolgreichen Kringwinkel-Zentren erhalten pro Jahr etwa 74.000 Tonnen Warenspenden, welche aufbereitet und in den Shops verkauft werden. Hier findet eine enge Verknüpfung von ökologischen und sozialen Anliegen statt. Nicht umsonst sehen wir dieses System als richtungswesend für andere Länder, auch Österreich an. In der Studie wird gezeigt, wie sich die Prozesse Abfallvermeidung und Vorbereitung zur Wiederverwendung eignen, um Langzeitarbeitslose wieder fit für den Job zu machen. In dem Zusammenhang wird auch auf zukünftige Herausforderungen durch Veränderungen am Arbeitsmarkt eingegangen. Hier finden Sie mehr Infos und einen Link zur Studie. Wer es lieber visuell mag, kann sich in dieser Videoreportage zum Thema Re-Use und Reparatur über das Unternehmen informieren.

Analysis and development of a scoring system for repair and upgrade of products, Abschlussbericht des Joint Research Centre der Europäischen Kommission

Die Forschungseinrichtung JRC hat im Auftrag von der Europäischen Kommission eine Konsultation durchgeführt um festzustellen, welche Faktoren für die Langlebigkeit von Produkten in welchem Ausmaß wichtig sind und daraus ein Scoring-System abzuleiten, das den KonsumentInnen zugänglich gemacht wird. Dazu zählen die einfache Reparierbarkeit, mögliche Upgrades, Ersatzteilverfügbarkeit, austauschbare Komponenten und KundInnensupport. RepaNet hat an dieser Konsultation teilgenommen und hierfür das Feedback unserer Mitglieder und des Reparaturinitiativennetzwerks einfließen lassen. Die Ergebnisse, gefolgt von Vorschlägen für Änderungen, sind nun im JRC-Abschlussbericht nachzulesen.

Mehr Infos …

RepaThek: Broschüre: Re-Use im städtischen Raum – State of the Art

RepaThek: RepaThek: Panorama on second-hand products in France – Reuse – Update, Untersuchung von ADEME

RepaThek: Strategien der österreichischen Recycling- und Abfallwirtschaft, ein Positionspapier des ÖWAV

RepaThek: De Kringwinkel: A symbiosis between jobs for the long term unemployed and waste reduction?, Fallstudie der Universität Antwerpen

Arte-Videoreportage: Re: Reparieren wird belohnt – Weiternutzen statt wegwerfen

RepaThek: Analysis and development of a scoring system for repair and upgrade of products, Abschlussbericht des Joint Research Centre der Europäischen Kommission

Übersicht über sämtliche Publikationen in der RepaThek

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