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Maria Smodics-Neumann, Obfrau der Sparte Gewerbe und Handwerk der Wirtschaftskammer Wien (WKW), bekannte sich vor kurzem mit klaren Worten zu Reparatur. Dies soll auch den Schwerpunkt der Sparte im heurigen Jahr bilden – ein gutes Vorzeichen. 

„Reparieren statt Wegwerfen“ – so lautet das Motto der Sparte Gewerbe und Handwerk der WKW. Dies verkündete Maria Smodics-Neumann, Obfrau der Sparte, vor Weihnachten in einer Aussendung. „Unseren Betrieben liegt Qualitätsarbeit und damit das ressourcenschonende Produzieren, aber auch das Reparieren in der DNA. Außer den Klassikern wie Handys und Waschmaschinen sind oftmals Möbel, Kleidung oder auch der eine oder andere Schuh noch durch Profis zu retten.”, so Smodics-Neumann Auch finanzielle Anreize für KonsumentInnen und Unternehmen seien wünschenswert.

Diesbezüglich wollen wir auf das türkis-grüne Regierungsprogramm verweisen, das für die laufende Regierungsperiode einige positive Entwicklungen verspricht, etwa steuerliche Begünstigungen von kleinen Reparaturdienstleitungen. Und auch auf EU-Ebene werden die Bestrebungen zur Weiterentwicklung der EU-Mehrwertsteuerrichtlinie in Richtung Ermöglichung weiterer steuerlicher Begünstigungen für Reparaturdienstleistungen von der Bundesregierung unterstützt.

Die Zeichen stehen gut

Verbunden mit diesem Bekenntnis ist auch eine Erweiterung des „Firmen A-Z“ der WKO: Darin können sich Wiener Betriebe nun auch als Reparaturbetriebe deklarieren lassen. In welcher Art dies kontrolliert wird, ist jedoch noch unklar.
Hinter diesen Änderungen steht die intensive Arbeit und Lobbying Pro-Reparatur des Reparaturnetzwerks Wien, eines Zusammenschlusses von über 80 gewerblichen Reparaturdienstleistern.

Einer der engagierten Reparateure des Reparaturnetzwerks Wien ist Andreas Lorenzi vom Familienbetrieb Lorenzi Stahlwaren. „Ich freue mich sehr über diese neuesten Entwicklungen. Nachdem nun auch unsere neue Regierung steht, in deren Programm auch einiges in Punkto „Pro-Reparatur“ zu lesen ist, bin ich positiv gespannt, was uns die nächste Zukunft bringt“, so Lorenzi, der im Februar auch ein World Café zum Thema Reparatur im Rahmen der Woche der Wiener Wirtschaft an der WKW initiierte. Dort diskutierte auch Matthias Neitsch von RepaNet zur Zukunft der Reparatur mit.

Lorenzi greift die Aufmerksamkeit auf das Thema auch in seiner Galerie Scharf-Sinn auf: Am 17. Februar wurde dort die Ausstellung „Reparaturzukunft & Zukunftsreparatur“ eröffnet, an der auch RepaNet mitwirkt. Es wird dort bis April diverse reparaturbezogene Events geben. Vormerken können Sie sich bereits einen Diskussionsabend zu „Kreislaufwirtschaft – und alles wird gut?“ mit Matthias Neitsch (RepaNet) am 17. März und die Diskurs-Finissage am 23. April um 19 Uhr.

Mehr Infos …

WKO News: Smodics-Neumann: Reparieren liegt Betrieben in der DNA

WKW: Sparte Gewerbe und Handwerk: Reparaturbetriebe

Zur Galerie Scharf-Sinn: Ausstellung „Reparaturzukunft & Zukunftsreparatur“

RepaNews: Re-Use und Reparatur im neuen Regierungsprogramm

RepaNews: Österreichische Parteien wollen sich mehrheitlich für Re-Use und Reparatur  engagieren

RepaNews: Mehrwertsteuersenkung würde Reparaturbetriebe und Kreislaufwirtschaft fördern

RepaNews: Der European Green Deal ist da

RepaNews: Re-Use prominent im EU-Kreislaufwirtschaftspaket 2.0

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