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Margarita Ruiz Saiz-Aja, Vizedirektorin der Abfallabteilung des Spanischen Ministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt, stellte bei der von RREUSE organisierten Veranstaltung für RegierungsexpertInnen den neuen spanischen Abfallwirtschaftsplan vor, der ambitionierte Ziele für Re-Use und Recycling enthält.
(Quelle: RREUSE)

Im Rahmen des Abfallwirtschaftsplans 2016-2022 setzt sich Spanien zum Ziel, 50% der kommunalen Abfälle entweder durch Vorbereitung zur Wiederverwendung oder Recycling wieder in den Wirtschaftskreislauf zu bringen. Mindestens 2% müssen der Vorbereitung zum Re-Use zugeführt werden, dies beinhaltet Textilien, Elektroaltgeräte, Möbel und andere Re-Use-fähige Produkte.

Diese spezielle Zielsetzung in Bezug auf Re-Use ist derzeit einzigartig in Europa. Sie deckt viele verschiedene Produktkategorien ab und könnte mehr als 200.000 Tonnen wiederverwendbare Produkte auf den Secondhandmarkt bringen, anstatt diese zu recyclen und somit minderwertiger zu nutzen.

Damit setzt Spanien seine konsequente Pro-Re-Use-Politik fort, nachdem voriges Jahr bereits eine gesetzliche Re-Use-Verpflichtung für Elektroaltgeräte erlassen worden war, die alleine 4700 neue Arbeitsplätze schaffen soll – immerhin ist Spanien mit 20% Arbeitslosen das EU-Land mit der zweithöchsten Arbeitslosigkeit nach Griechenland, hier wird das EU-Kreislaufwirtschaftspaket als Konjunktur- und Jobförderungsprogramm offensiv umgesetzt, eine Haltung, die sich in Österreich leider noch nicht durchgesetzt hat.

 

Artikel (Englisch) über die Infoveranstaltung von RREUSE für RegierungsexpertInnen hier

Artikel (Englisch) über den spanischen Abfallwirtschaftsplan hier

Zur Präsentation (Englisch)von Margarita Ruiz Saiz-Aja hier

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