Foto: ReVital

Die nunmehr bereits mehrjährige Erfolgsstory des oberösterreichischen Re-Use-Netzwerkes „ReVital“ zeigt, dass mit entsprechendem Langzeit-Engagement der kommunalen Abfallwirtschaft und einer konsequenten Partnerschaft mit sozialwirtschaftlichen Re-Use-Betrieben beachtliche Erfolge erzielt werden können – das Netzwerk gilt mittlerweile international als Vorzeigebeispiel für die Umsetzung von Re-Use im Rahmen der „Circular Economy“. (Quelle: OÖLAV)

Aktuell sind mehr als 100 Altstoffsammelzentren in die Vorsammlung eingebunden und bilden mit den 17 Shops und 8 Aufbereitsungsbetrieben von sozialwirtschaftlichen Partnerorganisationen das ReVital Netzwerk Oberösterreich. 2015 konnte die Re-Use-Sammelmenge wieder stark gesteigert werden auf über 1.300.000 Kilo. Durch die Ausweitung des ReVital Netzwerkes steigt auch die Anzahl der im Projekt beschäftigten Personen stetig. 2015 waren in Summe 287 MitarbeiterInnen – in unterschiedlichem Ausmaß – beschäftigt, davon 161 TransitarbeiterInnen, 59 hauptamtliche und 26 ehrenamtliche MitarbeiterInnen.
Durch die steigenden Mengen können die Verkaufserlöse die Kosten inzwischen decken, aber ohne mutige Anfangsinvestitionen seitens des Landes, der Abfallverbände und der Sozialbetriebe wäre dies allerdings nicht möglich gewesen. Damit zeigt sich auch: Ohne größere Startförderung entwickelt sich Re-Use nicht von allein.

Der regionalwirtschaftliche Langzeitnutzen gibt den Pionieren aber mehr als recht: Neue Arbeitsplätze machen aus Arbeitslosengeldempfängern neue Steuerzahler, Armutsprävention, eingesparte Abfallbehandlungsmengen und eingesparte Importe von Neuwaren und Ressourcen wirken sich nachhaltig positiv auf die regionale Wirtschaft aus, die Startförderungen rechnen sich somit langfristig. Leider ist diese Einsicht in vielen österreichischen Bundesländern noch nicht politischer Mainstream.

Der wachsenden Nachfrage nach ReVital Produkten muss auch das Angebot angepasst werden. Um eine derartige Standortoptimierung hat sich BIS in Altmünster bemüht. Im Juli 2016 öffnete der neue ReVital-Shop am Ackerweg 22 und bietet nunmehr auch Platz für die Präsentation von Großmöbel. Die Aufbereitung wird Ende August ebenfalls an diesen Standort übersiedeln. Zukünftiger Hoffungsträger ist das evangelische Diakoniewerk OÖ, welches sich in Gallneukirchen, im Bezirk Urfahr-Umgebung, um einen ReVital-Shop bemüht; es wäre die 18. Vertriebsstätte.

Je bequemer die Vorsammlung wird, desto leichter die Motivation für ReVital zu spenden. Die ReVital-Box, eine faltbare Kartonschachtel, wird bereits in den Birken Linz, Linz-Land, Eferding, Ried, Rohrbach, Steyr und Steyr-Land und seit Juni auch in den Bezirken Wels und Wels-Land angeboten. Dabei handelt es sich um die regionale Version der bekannten steirischen „Re-Use-Box“, einer vielfältig einsetzbaren bequemen Vorsammelhilfe für noch bauchbare Gegenstände.

Zu allen genauen Infos und aktuellen Angeboten auf der ReVital-Homepage geht’s hier…

Zur steirischen Re-Use-Box gehts hier…

Zahlen, Daten, Fakten vom ReVital-Projektstatus (Ende 2015) geht’s hier…

 

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