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Re-Use kann kommunale Sozialausgaben einsparen: Das beweist aktuell das neue System schottischer Gemeinden, welche durch die Bereitstellung von Möbeln, Weißware, etc. an Menschen in sozialen Notlagen nicht nur sozial tätig werden, sondern dies auch umwelt- und ressourcenschonend tun. (Quelle: CRNS/Third Force News)

Dieses Projekt wurde vom schottischen Pendant zu Repanet, dem Community Resources Network Scotland (CRNS) entwickelt – einem Netzwerk mit 120 Mitgliedsorganisationen. Dazu gehören vor allem Sozialunternehmen und Wohltätigkeitsorganisationen, welche Re-Use- und Recyclingprojekte mit arbeitsmarktpolitischer Integration für benachteiligte Menschen in ganz Schottland betreiben.

CRNS unterstützt aktuell 24 Gemeinden bei der Bereitstellung wichtiger Haushaltsgegenstände wie Betten, Sofas, Herde, Kühlschränke und Waschmaschinen für bedürftige Familien im Rahmen der klassischen kommunalen Sozialprogramme (in Österreich etwa vergleichbar mit den kommunalen Sozialhilfeverbänden). Somit wird der Re-Use-Sektor als Zulieferer für die Sozialprogramme der Gemeinden erheblich gestärkt, was nicht nur Unterstützung sozialwirtschaftlicher Re-Use-Betriebe, sondern auch finanzielle Einsparungen bei Kommunen bewirkt. Das Preis-Leistungs-Verhältnis der Secondhand-Möbel etc. ist sehr gut, denn Produkte mit vergleichbar hoher Qualität sind neu um einen so günstigen Preis nicht erhältlich.

Für die Gesellschaft sind soziale Betriebe deshalb unverzichtbar, weil sie die Eingliederung von Menschen in den ersten Arbeitsmarkt ermöglichen und somit einen wichtigen Teil zur Gesamtentwicklung einer Bevölkerung beitragen, was nicht nur für Gemeinden ein wichtiger Grund ist, diese, anstatt große Möbelketten, mit dem Einkauf zu unterstützen.

David Wood, Geschäftsführer von CRNS meint dazu: „Durch dieses System werden die qualitativ hochwertigen Produkte im Umlauf gehalten und landen nicht unnötig auf Deponien. Auch die Behörden sind mit diesen Maßnahmen besser imstande, Menschen in Not zu unterstützen, da ihre Budgets durch den preiswerteren Einkauf entlastet werden können.“

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