Im neuen Blogbeitrag von „Arbeit und Wirtschaft“ wird die Bedeutung von sozialökonomischen Betrieben für Re-Use und Reparatur eingehend analysiert. Aktuell brisantes Thema sind die AMS-Kürzungen, gegen die sich RepaNet vehement einsetzt.

Ausgehend von „S’Gwandtl“, einem sozialen Unternehmen aus Lienz in Osttirol, wird von den AutorInnen Sandra Knopp und Udo Seelhofer in ihrem Blogbeitrag „Eine alternative und ökologische Form des Wirtschaftens“ die zentrale Arbeit, die derartige Unternehmen im Bereich Re-Use und Reparatur leisten, aufgezeigt. Das Lienzer Unternehmen übernimmt die Altkleidersammlungen für die Gemeinden und betreibt einen Secondhand-Shop. Wichtig ist auch der soziale Aspekt: „S’Gwandtl“ bietet arbeitslosen Frauen die Möglichkeit des Wiedereinstiegs in den Arbeitsmarkt.

Aktuell ist das Osttiroler Unternehmen akut von AMS-Kürzungen betroffen. Der Betrieb muss mit lediglich 40% des ursprünglichen Budgets aufrechterhalten werden. Das bedeutet massive Einbußen: Sachkkosten wurden gekürzt, Wochenstunden für Transitmitarbeiterinnen und Fixangestellte wurden reduziert, die Änderungsschneiderei (mit 8 Mitarbeiterinnen) musste sogar ganz geschlossen werden. Hier wird bei einem Unternehmen gespart, dass Menschen mit vergleichsweise wenig Perspektiven neue Möglichkeiten eröffnet.

AMS-Kürzungen für viele sozialökonomische Betriebe bittere Realität

Die AMS-Kürzungen variieren von Bundesland zu Bundesland. Im Schnitt wurden die Budgets um 5-20% gekürzt. Gegen diese Vorgangsweise setzt sich RepaNet vehement ein. Wir lobbyieren für eine stabile Förderung von sozialökonomischen Betrieben in Österreich. Denn hier wird Pionierarbeit geleistet.
Im Blogbeitrag analysiert Schifteh Hashemi-Gerdehi, stv. Geschäftsführerin von RepaNet-Kooperationspartner arbeit plus, die Rolle von sozialwirtschaftlichen Unternehmen im Re-Use- und Reparaturbereich. Sie betont deren Relevanz für ökologische Zielsetzungen zu Zeiten des Klimawandels. Neben RepaNet wird auch BauKarussell in dem Blogbeitrag als Pionierprojekt im Bereich Bau-Re-Use prominent erwähnt.

Wie RepaNet immer wieder betont, besteht im Bereich Re-Use ein großes Potential an zusätzlichen Arbeitsplätzen – wir schätzen, dass in Österreich an die 2.600 Arbeitsplätze geschaffen werden könnten. Hier ist viel Luft nach oben. Diese Möglichkeit muss ausgeschöpft werden, und es ist höchste Zeit, dass das die Politik erkennt und umsetzt. Dafür kämpfen wir.

Link zum Blogbeitrag auf „Arbeit & Wirtschaft“

Link zur Website von arbeit plus

Link zur Website von „S’Gwandtl“

Repa-News: Starke Kürzungen für sozialökonomische Betriebe in Osttirol

 

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