v.l. em.o. Prof. Dr. Gerhard Vogel, Lisa Panhuber (Greenpeace Österreich), Werner Hochreiter (AK Wien), DI Christian Pladerer (Ökologie-Institut)

Greenpeace Österreich, das Ökologie-Institut, die Arbeiterkammer Wien und Prof. Gerhard Vogel haben in einer gemeinsamen Pressekonferenz auf die Notwendigkeit des Ausbaus eines Mehrwegsystems im österreichischen Handel hingewiesen. Basis für die Forderung ist eine von DI Christian Pladerer und Prof. Gerhard Vogel erstellte Mehrweg-Studie.

Die Diskussion rund um Einwegpfand hat vor kurzem ihren Höhepunkt erreicht. Im Jänner zeigte die im Auftrag des Klimaschutzministeriums erstellte, lange erwartete Studie „Möglichkeiten zur Umsetzung der EU-Vorgaben betreffend Getränkegebinde, Pfandsysteme und Mehrweg“, dass Österreich ohne Pfand auf Einweg und Förderung von Mehrwegsystemen die EU-Vorgaben betreffend Sammel- und Recyclingquoten von Einweggetränkeverpackungen bis 2025 bis 2029 nicht erfüllen können wird. Mehr dazu können Sie auf vaboe.at nachlesen.

Währenddessen ist ein Umschwung im Bereich der Produktion und des Handels zu beobachten:  Immer mehr ProduzentInnen entdecken Mehrwegsysteme für sich, so etwa Vöslauer und Coca-Cola. Auch REWE und Spar kündigten für März die Wiedereinführung der Milch-Mehrwegflasche an (Beitrag auf standard.at).

Einwegpfand ist sinnvoll, Mehrweg ist besser

In die Diskussion rund um Einwegpfand klinkt sich nun die von DI Christian Pladerer (Ökologie-Institut) und em. Univ.-Prof. Dr. Gerhard Vogel erstellte Studie „Mehrweg statt Müllberge“ ein. Sie wurde im Februar in einer gemeinsamen Pressekonferenz von Greenpeace, dem Ökologie-Institut, der Arbeiterkammer Wien und Prof. Vogel der Öffentlichkeit präsentiert.

Die Ergebnisse der Studie sprechen Bände: Mehrweg ist im Vergleich zu Einweg die weitaus ökologischere – weil ressourcensparendere – Variante. Der Untertitel der Kurzstudie „Wie Österreich von Wegwerf-Verpackungen auf Mehrwegsysteme umsteigen kann“ zeigt bereits, dass ein Wechsel möglich ist. In der Studie werden die Vorteile von regionalen Mehrweggetränkeverpackungen analysiert. Denn neben der Einsparung von Ressourcen für die Herstellung der Verpackungen spart man auch leere Transportkilometer ein: Die leeren Mehrweggebinde können nach Warenanlieferung im selben Transporter retourniert werden. Das heißt ein ansonsten oft leerer Lastwägen würde nun sinnvoll genutzt.

Gleichzeitig stellt die Studie eine Aufforderung an die Politik dar, denn sie führt mögliche Maßnahmen zur Förderung von Mehrwegsystemen an, darunter Anreizsysteme, Pfandpflichten und Rücknahmegebot. RepaNet unterstützt dieses deutliche Signal und wird sich ebenso dafür stark machen, dass Mehrweg schon bald wieder Standard ist.

Mehr Infos …

Presseaussendung: „Greenpeace, AK und Wissenschaftler fordern massiven Ausbau von Mehrwegflaschen im Handel“ (APA-OTS)

Link zu Factsheet und Studie „Mehrweg statt Müllberge“

VABÖ-News: Es führt kein Weg an Einwegpfand und Mehrwegsystemen vorbei

Pfandstudie „Möglichkeiten zur Umsetzung der EU-Vorgaben betreffend Getränkegebinde, Pfandsysteme und Mehrweg (RepaThek)

Infos zu Vöslauer Glasmehrweg

Coca-Cola befürwortet die Inititative des Umweltministeriums (OTS)

REWE startet im März mit Mehrweg-Milchflasche (standard.at)

orf.at: „Neuer Vorstoß für Pfandsystem“

Die Presse: Mehrwegflaschen: Recycling ade?

Wiener Zeitung: Mit Mehrwegflaschen gegen die Plastikflut

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