RepaNet-Screenshot aus dem Video von IKEA (siehe Beitrag)

De Kringwinkel Ateljee Gent ist einer von vielen Kringwinkels (flämische Bezeichnung für Re-Use-Shops) in Flandern/Belgien und führte im vergangenen Frühjahr ein Upcycling-Projekt mit IKEA Gent durch. Aus Textilüberschüssen des Einrichtungshauses gestalteten ehemals Arbeitslose Küchenschürzen, Kissenbezüge, Körbe und Tischsets.

Die Haushaltstextilien wurden aus übrigen Textilien aus Kollektionen und Ausstellungsräumen hergestellt. Außerdem haben die Arbeitskräfte von De Kringwinkel Ateljee jede Kreation mit einem eigenen Touch versehen, so dass jedes fertige Produkt einzigartig ist und einen persönlichen Stempel des Herstellers und der verwendeten Textilüberschüsse trägt. Die ÅTERSTÄLLA, schwedisch für Restaurierung, wurde als temporäre IKEA-Kollektion verkauft. Die Zusammenarbeit kam dank der Stadt Gent zustande, die das Ergebnis sehr begrüßt. IKEA Belgien erklärte im Mai, dass es auch in anderen Städten in ähnlichen Zusammenarbeiten solche Kleinkollektionen entwickeln möchte.

„Wir bei IKEA Gent sind sehr glücklich und insgeheim auch stolz, dass wir als erstes Team mit diesem Projekt kooperiert haben“, sagte Barbara Verbeeck, lokale Marketingverantwortliche von IKEA Gent. „Wir hoffen, dass wir unsere Kunden auch mit der Geschichte von ÅTERSTÄLLA begeistern können.“

Laut Geert Deruyck, verantwortlich für PR und Kommunikation bei Ateljee Gent, steht die Zusammenarbeit mit IKEA voll im Einklang mit der Mission von Ateljee: „Auf der einen Seite geben wir Stoffen, die sonst auf dem Müll landen, durch die Schaffung neuer, einzigartiger Produkte ein neues Leben. Auf der anderen Seite werden diese Produkte von Menschen mit eingeschränkten Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt hergestellt. Dank dem IKEA-Projekt lernen unsere NäherInnen neue Fähigkeiten und können an ihrer weiteren persönlichen Entwicklung arbeiten. Auf diese Weise erhöhen sich ihre Chancen, in Zukunft einen Job im regulären Arbeitsmarkt zu finden. “

Die Stadt Gent stieß die Zusammenarbeit zwischen IKEA und De Kringwinkel Ateljee Gent an. „Als Stadt wollen wir mehr ökonomische Logik in der Sozialwirtschaft und mehr soziales Denken in der normalen Geschäftswelt“, sagt Rudy Coddens, OCMW-Vorsitzender und Stadtrat von Werk in Gent. „Die Kooperation zwischen IKEA und De Kringwinkel Ateljee ist daher ein Paradebeispiel dafür, wie Mainstream- und Sozialwirtschaft die Ziele des jeweils anderen unterstützen können. Dabei gewinnt jeder: IKEA, De Kringwinkel Ateljee und die Gesellschaft. Aber in erster Linie sind die Mitarbeiter von De Kringwinkel Ateljee selbst Gewinner, denn sie sehen, dass ihre Arbeit geschätzt wird. Kann es eine bessere Motivation geben?“

Die Dachorganisation der über 300 flämischen Kringwinkels heißt Komosie und ist genauso wie RepaNet ein Mitglied des europäischen Dachverbands RREUSE.

Weitere Informationen …

Artikel bei IKEA (Flämisch)

href=“http://www.komosie.be/ko/home_10.aspx“ rel=“noopener“ target=“_blank“>Webseite von Komosie

Webseite von De Kringwinkel (Flämisch)

Webseite von RREUSE (Englisch)

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