Vom Wissen zum Handeln ist es oft ein weiter Weg: Wir wissen, dass Re-Use-Betriebe in Österreich jedes Jahr tausende Tonnen an Gütern vor der Vernichtung retten (10.700 t allein durch die RepaNet-Mitglieder im Jahr 2017), wir wissen, dass Re-Use Wertschöpfung in der Region sowie Arbeitsplätze schafft und Ressourcen einspart, die immer knapper werden. Wir wissen auch, dass die Vorbereitung von Produkten zum Re-Use eine arbeitsintensive Tätigkeit ist, aber die Mittel für die Arbeitsmarktförderung tendenziell weiter gekürzt werden. Was ist also zu tun? Seien Sie dabei, wenn wir diese Frage angehen, bei der österreichischen Re-Use-Konferenz 2019 am 31. Jänner in Graz. Ermäßigter Eintritt für die Mitglieder von RepaNet, VABÖ und ARGE Müllvermeidung. Ein Kontingent besonders günstiger Karten ist für Studierende unter 26 Jahren vorgesehen.

Donnerstag, 31.01.2019, 9:00 bis 17:00 Uhr
Meerscheinschlössl, Mozartgasse 3, 8010 Graz
Anmeldung
Detailliertes Programm

Die Reparatur und Wiederverwendung von Gebrauchsgegenständen aller Art bringen ökologische und regionalwirtschaftliche Vorteile. So betonen auch zahlreiche europäische Richtlinien sowie nationale und regionale Abfallwirtschaftspläne die Notwendigkeit, Reparatur- und Wiederverwendungsaktivitäten zu fördern, um Ressourcen zu schonen. Damit im Widerspruch stehen aber unser wachstumsgetriebenes Wirtschaftssystem und die ökonomische Vormachtstellung multinationaler Konzerne, die es für die AkteurInnen auf lokaler und regionaler Ebene erschweren, dauerhaft überlebensfähige Konzepte zu entwickeln.

Die Re-Use-Branche muss aber nicht nur mit Großkonzernen um die KundInnen konkurrieren, sie muss unter diesen unfairen Bedingungen auch ihr Image bei der Bevölkerung als seriöse, zuverlässige Anbieterin von Produkten und nachhaltigere Alternative stärken. Der Gesetzgeber kann hier die essenziellen Anreize setzen und die Re-Use-Branche stützen: Dazu gehören gesetzliche Rahmenbedingungen, klare quantitative Zielvorgaben, monetäre Anreize, das Mitwirken bei der Gestaltung von Normen, eindeutigere Bestimmungen im Rahmen des öffentlichen Beschaffungs- und Vergabewesens, die Nutzung von Pfandsystemen zur Eindämmung der Wegwerfmentalität und Ressourcenverschwendung, sowie effiziente Fördermodelle und –maßnahmen.

Aus dem Programm

Keynote-Speakerin Margit Schratzenstaller-Altzinger vom WIFO widmet sich dem Thema „fiskalische Lenkungsmaßnahmen“ mit Fokus auf die viel diskutierte Einführung einer Rohstoffsteuer. Anlässlich der abgelaufenen EU-Ratspräsidentschaft Österreichs informiert Christine Hochholdinger zum aktuellen Stand der Dinge in Brüssel bezüglich Kreislaufwirtschaftspaket, Abfallvermeidung und Einwegplastik.

Nina Monjean, EU Advocacy Officer bei der europäischen Interessensvertretung RREUSE, beleuchtet u.a. die ersten Erfahrungen mit der Anwendung des begünstigten Mehrwertsteuersatz für Reparatur und Re-Use in Schweden. Claudia Mayer, Projektleiterin für Re-Use im Zweckverband für Abfallwirtschaft Kempten, präsentiert eine der umfangreichsten Re-Use Park Errichtungen, die derzeit in Europa stattfindet u.v.m.

Das detaillierte Programm zur Österreichische Re-Use Konferenz 2019 (PDF) finden Sie hier…

Online-Anmeldung…

Weitere Referentinnen

  • Lindsey Wuisan, M.Sc.
    Programme Manager for Circular Economy bei ECOS, European Environmental Citizen’s Organisation for Standardisation
  • Mag.a Dr.in Ingrid Winter
    Leiterin des Referats für Abfallwirtschaft und Nachhaltigkeit, Abteilung 14 der Steiermärkischen Landesregierung
  • DIin Birgit Reiner
    Amt der Oö. Landesregierung, Direktion Umwelt und Wasserwirtschaft , Abteilung Umweltschutz
  • Mag.a Judith Pühringer
    Geschäftsführerin von arbeit plus – Netzwerk gemeinnütziger, arbeitsmarktpolitischer Unternehmen in Österreich
  • Marina Fornasier
    Präsidentin von Insieme cooperativa sociale
  • DIin Dr.in Alexandra Loidl
    Leiterin des Referats für Abfallwirtschaftscontrolling, Stadt Graz Umweltamt
  • Julika Dittrich, LL.M.
    Stellvertretende Leiterin des EU-Umweltbüros, Umweltdachverband (angefragt)
  • Bettina Thyri, BA
    Verfasserin der Masterarbeit „Weg von der Wegwerfgesellschaft – Strategien zur Verlängerung der Produktnutzungsdauer von Consumer Laptops“

Moderation

Berthold Schleich, ARGE Abfallvermeidung und
Matthias Neitsch, Verein RepaNet
unterstützt vom Theater im Bahnhof

Rückfragen

Mag.a Ulrike Kabosch, ulrike.kabosch(a)arge.at

Teilnahmegebühr pro Person € 160,– (exkl. USt.)
Ermäßigter Preis* € 140,– (exkl. USt.)

* Ermäßigter Beitrag gilt für Mitglieder der Vereine

  • ARGE Müllvermeidung
  • VABÖ – Verband Abfallberatung Österreich
  • RepaNet – Re-Use- und Reparaturnetzwerk Österreich

Bei Anmeldung von mehreren MitarbeiterInnen derselben Organisation reduziert sich der Teilnahmebeitrag für die 2. Person auf € 120,- (bzw. € 100,- ermäßigt) und für die 3. und jede weitere Person auf € 100,- (bzw. € 80,- ermäßigt).
Alle Preise sind exklusive Umsatzsteuer zu verstehen, außer es ist anders angegeben.

First come – first serve Angebot für Studierende

Wir vergeben 30 Karten an Studierende bis 26 Jahre, bei Vorlage der Inskriptionsbestätigung zum Preis von je € 35,- (inkl. USt.).

Veranstalterin

ARGE Abfallvermeidung

MitveranstalterInnen und UnterstützerInnen

  • SIS – Institut für Systemwissenschaften, Innovations- und Nachhaltigkeitsforschung – Karl Franzens Universität Graz
  • Verein RepaNet
  • Steiermärkische Landesregierung – A 14
  • Stadt Graz – Umweltamt
  • Österreichische SHREDDER – Partner für Recycling

Weitere Informationen …

Anmeldung

Programm

Rückblick: Das war die Österreichische Re-Use-Konferenz 2018: Wiederverwendung essenziell für Circular Economy

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