Grafik RepaNet Re-Use activity
© RepaNet

Der RepaNet-Tätigkeitsbericht mit seiner umfassenden Markterhebung ist mittlerweile eine zentrale Publikation geworden, der die Leistungen im sozialwirtschaftlich organisierten Re-Use-Bereich in Österreich in Zahlen gießt. Wie die Situation 2018 war, zeigt der soeben publizierte Bericht.

Der jährlich erscheinende RepaNet-Tätigkeitsbericht veranschaulicht die vielfältigen, umfassenden Leistungen, die RepaNet gemeinsam mit seinen Mitgliedern übers Jahr erbringt. In diesem Zusammenhang freuen wir uns besonders, dass die Zahl unserer Mitglieder beständig wächst. 2018 waren es 28, wobei die Tätigkeiten von 24 in die Markterhebung einflossen. Mittlerweile zählen wir bereits 32. Wir bedanken uns an dieser Stelle bei all unseren langjährigen sowie den neu hinzugekommenen Mitgliedern und Fördermitgliedern für das Vertrauen und die Unterstützung und freuen uns auf zukünftige Herausforderungen und Erfolge.

Über 12.500 Tonnen Re-Use-Güter gerettet

Ein Blick zurück lohnt sich, denn aus ihm lässt sich frische Motivation für den Weg schöpfen, der noch vor uns liegt. Unsere soeben publizierte Markterhebung zeigt uns: 2018 war ein intensives Jahr. Die RepaNet-Mitglieder bewegten an 146 Standorten österreichweit rund 26.500 Tonnen Sachspenden und Abfälle. In 103 Re-Use Shops wurden rund 6.670 Tonnen Re-Use-Produkte an etwa 1,45 Mio. KundInnen verkauft. Zusammen mit den an Händler im In- und Ausland weitergegebenen Gütern konnten insgesamt 12.632 Tonnen an brauchbaren Gütern der Wiederverwendung zugeführt werden. Anstatt im Müll zu landen blieb bei all diesen Produkten der Gebrauchs- bzw. Produktwert erhalten. So verminderten die RepaNet-Mitglieder durch ihre Tätigkeiten im Jahr 2018 die Gesamtemissionen der Wirtschaft im Ausmaß von gut 77.400 Tonnen CO2-Äquivalenten, das entspricht dem Gegenwert der pro Jahr von über 8.500 ÖsterreicherInnen verursachten Emissionen.

1.800 Arbeitsplätze – Situation weiterhin prekär

RepaNet schuf 2018 mit seinen Mitgliedsorganisationen etwa 1.800 Kreislaufwirtschaftsarbeitsplätze (1.182 Vollzeitäquivalente), über 1.400 davon für Menschen mit Benachteiligungen am Arbeitsmarkt. Hier ist gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang von ca. 200 Plätzen zu verzeichnen, was auf die radikalen Kürzungen der AMS-Förderungen zurückzuführen ist. Wir werden uns weiterhin dafür stark machen, dass sich die Situation der sozialwirtschaftlichen Betriebe wieder bessert und sie langfristig gefördert werden. Denn mit der Schaffung von Arbeitsplätzen ist hier eine zentrale Arbeitsleistung verbunden, die nötig ist, um die Re-Use-Ziele zu erreichen. Ohne die Sozialwirtschaft ist das nicht möglich – und das werden wir gegenüber den politischen EntscheidungsträgerInnen immer wieder aufzeigen. Die Markterhebung ist dabei wichtige Argumentationsbasis für uns und wir bedanken uns bei allen Mitgliedern, die daran teilgenommen haben.

Erstmals: Aktivitäten der Reparaturinitiativen erhoben

Ganz neu im Bericht 2018 ist eine Aktivitätserhebung der Reparaturinitiativen, die anhand von Hochrechnungen veranschaulicht, wie wirksam ehrenamtliche Bemühungen im Bereich Reparatur in Österreich sind: 2018 konnten in Österreich in ca. 150 Initiativen etwa 46.000 Produkte repariert und somit 210.000 Kilo Abfall vermieden werden – eine sehr beachtliche Zahl.
Neben den Zahlen und Analysen der Markterhebung liefert der Tätigkeitsbericht auch ein umfassendes Bild der Tätigkeiten und Fortschritte von RepaNet in den Bereichen Lobbying, Kommunikation, Vernetzung, Beratung und Events.

Die RepaNet-Markterhebung wurde im Auftrag und mit Unterstützung des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus erstellt.

Mehr Infos …

RepaTek: RepaNet Tätigkeitsbericht und Re-Use-Markterhebung 2018

Presseaussendung auf APA-OTS: RepaNet-Markterhebung zeigt: 1.800 Arbeitsplätze in der Kreislaufwirtschaft

RepaNews: Kreislaufwirtschaft: Jobs statt Ressourcenverschwendung

RepaThek: RepaNet Tätigkeitsbericht und Re-Use-Markterhebung 2017

RepaThek: RepaNet Re-Use-Markterhebung 2016

RepaThek: RepaNet Re-Use-Markterhebung 2015

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