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In Europa wären 77% der BürgerInnen bereit, Gegenstände reparieren zu lassen, was sie jedoch kaum tun, da es vielen zu teuer kommt. Wiederverwendungs- und Reparaturaktivitäten müssen daher verbilligt werden, um den Wert der Produkte zu erhalten und unnötige Verschwendung von Ressourcen zu verhindern. RREUSE hat dazu ein Positionspapier veröffentlicht, daran hat auch RepaNet mitgearbeitet. (Quelle: RREUSE)

Der Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft fordert die Staaten zur Anwendung von ökonomischen Instrumenten auf, um die Verlängerung der Lebensdauer von den Produkten durch Wiederverwendung und Reparatur zu fördern. Solche Aktivitäten sind arbeitsintensiv und tragen damit auch zur Schaffung von Arbeitsplätzen und somit zu den sozialen Zielen der EU bei. Eines dieser Instrumente zur Umsetzung von flächendeckendem Re-use ist die Mehrwertsteuer, beispielsweise auf Reparaturdienstleistungen.

Basierend auf Beispielen aus ganz Europa und Erfahrungen von sozialen Unternehmen aus dem europäischen RREUSE-Netzwerk skizziert dieses Positionspapier politische Empfehlungen, wie differenzierte Steuerprogramme die Reparatur billiger machen und Arbeitsplätze in Wiederverwendungs- und Reparaturaktivitäten schaffen können. Das Positionspapier bezieht auch andere steuerliche Maßnahmen mit ein, die dazu genutzt werden könnten, die BürgerInnen dazu zu ermutigen, gebrauchte Waren an gemeinnützige Organisationen zu spenden und ihre Sachen reparieren zu lassen, anstatt sie wegzuwerfen oder zu ersetzen, sobald sie kaputtgehen.

In Schweden wurde bereits ein Vorschlag seitens der Regierung gemacht, dass die Mehrwertsteuer auf Reparaturdienstleistungen mehr als halbiert werden soll. Sollte diese Maßnahme im schwedischen Parlament beschlossen werden, könnte sie schon ab 2018 in Kraft treten (RepaNet berichtete)

Zum Positiospapier von RREUSE (Englisch) geht’s hier…

Zum RepaNet Artikel über Schwedens Politik geht’s hier…

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