© RepaNet, Fotografin: Sarah Schmidt

Es gibt wieder einige Neuzugänge in der RepaThek: frischer Lesestoff vom Emissions Gap Report 2019 über ein KonsumentInnen-Briefing zu Textilien, den RREUSE Activity Report 2018 und eine Bachelorarbeit zum Thema Bauteilwiederverwendung bis hin zum LAWP Steiermark.

Wir befassen uns laufend mit aktuellen Publikationen, deren Erkenntnisse für die Arbeit im Bereich Kreislaufwirtschaft, Re-Use und Reparatur wertvolle Quellen darstellen. Damit diese auch für die breitere Öffentlichkeit zugänglich werden, stellen wir relevante Quellen gemeinsam mit einer Kurzbeschreibung in der RepaThek zur Verfügung. Mittlerweile sind es schon über 120 Einträge.

Emissions Gap Report 2019

In diesem regelmäßig erscheinenden Bericht des Umweltprogramms der Vereinten Nationen werden verschiedene Maßnahmen aufgezeigt, die dringend nötig sind, um den Klimawandel zu mindern. Manche davon sind einschneidend, andere etablieren sich bereits mehr und mehr und sind auch von KonsumentInnen gut umzusetzen, wie etwa Re-Use. Hier braucht es allerdings starke politische Maßnahmen, um Rahmenbedingungen zu schaffen, die diese kreislaufwirtschaftlichen Praktiken fördern.

Bekleidungsindustrie: Briefing für KonsumentInnen

In diesem „Consumer Briefing“ des Wissenschaftlichen Diensts des Europäischen Parlaments werden die aktuellen und künftigen Auswirkungen der Fast Fashion Industry aufgezeigt. Macht man weiter wie bisher, wird sich etwa der Wasserverbrauch bis 2030 verdoppeln. Ziel ist es auch, die Optionen und Möglichkeiten der Einflussnahme der KonsumentInnen aufzuzeigen, was etwa die Handhabung von Kleidungsstücken und Re-Use betrifft.

RREUSE Activity Report 2018

Im jährlichen Tätigkeitsbericht zieht der RepaNet-Dachverband RREUSE Bilanz über das Vorjahr. 2018 hatte RREUSE 27 Mitglieder, 850 soziale Unternehmen waren Teil des weiteren Netzwerks. Jährlich werden vom Netzwerk RREUSE eine Million Tonnen Güter vor der Entsorgung gerettet. 2018 wurden unter anderem 95.000 Tonnen Kleidung, 80.000 Tonnen Möbel und 20.000 Tonnen Elektrogeräte wiederverwendet. In 2.000 Shops wurden 39 Millionen KundInnen verzeichnet.

Bachelorarbeit zur Bauteilwiederverwendung

Nadja Hempel hat in ihrer Abschlussarbeit an der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften (Hochschule München) die soziale Innovation von Re-Use im Bausektor genauer untersucht. Dabei führt sie auch BauKarussell an. Das Innovative ist laut Autorin vor allem die Veränderung von Prozessen und Strukturen, die Re-Use ermöglichen.

Landes-Abfallwirtschaftsplan Steiermark 2019

Der LAWP Steiermark 2019 bietet u.a. einen Überblick über das Abfallaufkommen in der Steiermark nach einzelnen Fraktionen und künftige Zielsetzungen – hier werden auch Re-Use-Maßnahmen angeführt. Eine Neuerung in der Steiermark ist das „Klimabilanztool 2.0“, das mit der Montanuniversität Leoben entwickelt wurde. Damit werden für jede Abfallfraktion die Emissionen aus Sammlung und Behandlung berechnet und von den vermiedenen Emissionen durch Substitution von Primärrohstoffen (Recycling, Re-Use) abgezogen. Das Tool ist auf klimabilanz.steiermark.at zugänglich und kann für eigene Berechnungen verwendet werden.

Mehr Infos …

RepaThek: Emissions Gap Report 2019

RepaThek: Briefing: Environmental Impact of the textile and clothing industry – what consumers need to know

RepaThek: RREUSE Activity Report 2018

RepaThek: Studie: Die Bauteilwiederverwendung als Soziale Innovation für eine nachhaltige Entwicklung

RepaThek: Landes-Abfallwirtschaftsplan Steiermark 2019

Übersicht über alle Einträge in der RepaThek

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